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Hunde gehörten in unserer Familie schon immer zum Alltag. Seit ich denken kann, hatten wir immer einen oder mehrere Hunde im Haus, zuerst kleine Hunde (Dackel), später kam dann Asta als erste Hündin und vor allem großer Hund ins Haus.

Asta war eine Hovawart-Hündin, wir haben sie aus dem Tierschutz adoptiert (na ja, eigentlich hat sie uns ausgesucht 8-), sie war eine wirklich liebe Maus, die so ziemlich jeden gern hatte, der zu uns kam.


Rocky und Ronja

Danach kam Rocky, ein Husky-Jagdhund-Mix, ein sehr eigener Hund aus schlechter Haltung, zu uns. Rocky war ein Problemkind: Er kannte Menschen nur als Futterquelle, aber als nichts anderes. Streicheln ließ er sich auch kaum, das war einfach nur unerwünschter körperlicher Kontakt. Menschen waren ihm vollkommen egal, außer sie hatten was zu essen für ihn dabei. Es hat fast ein Jahr gedauert, bis er einmal von selbst kam, um zu schmusen. Kein Wunder also, dass er schon mehrfach vermittelt wurde und immer wieder ins Tierheim zurückkam. Bei uns hat er dann sein endgültiges Zuhause gefunden, vom Tierheim haben wir nie wieder was gehört, die waren vermutlich froh, dass er nicht wieder zurück gebracht wurde. Rocky hatte einen gewaltigen Jagdtrieb, er konnte sein ganzes Leben nie von der Leine gelassen werden, aber das war ihm auch nicht so wichtig ... viel laufen, nach Mäusen graben und schnüffeln, das war das Größte für ihn.

Damit er mehr Gesellschaft hatte, haben wir nach kurzer Zeit eine Hündin dazu geholt: Ronja, eine Bobtail-Mix-Hündin. Sie war sehr verschmust, aber ein echter Bauerntrampel 8-) Groß, grobmotorisch und 100% auf meinen Vater fixiert. War er zu Hause, war die Welt in Ordnung, ich wurde von ihr dann gar nicht beachtet. Nur wenn mein Vater mal im Urlaub war ... dann existierte ich plötzlich für sie. Die beiden sind ca. 2001 kurz nacheinander im Alter von 15 Jahren gestorben, und danach hatten wir erst einmal für 4 Jahre keinen Hund mehr.


Mex

2005 kam an Pfingsten Mex zu mir. Ein kleiner Welpe, Collie-Bordercollie-Mix, 10 Wochen alt. Wir hatten zu dem Zeitpunkt 2 Kater im Haus, die waren genau so groß wie er, und die beiden haben erst einmal gar nicht gemerkt, dass Mex ein Hund ist 8-) Erst ein paar Wochen später hat Felix (einer der Kater) das gemerkt ... Sein Schwanz wurde plötzlich ganz dick, er hat mal kräftig gefaucht, und er war erst mal 10 Minuten weg! Aber so schlimm kann es nicht gewesen sein, er kam bald wieder ins Haus und er und Mex wurden beste Freunde, bis Felix 2008 mit 14 Jahren an Nierenversagen gestorben ist.


Fenja

2010 habe ich noch Fenja zu mir geholt. Fenja war ein echtes Problemkind: Mit anderen Hunden komplett unverträglich, ein Hinterbeinchen fehlte und dazu noch ein "böser Kampfhund", ein Mini-Bullterrier. So hatte sie im Tierheim in Bayern kaum eine Chance, jemals ein neues Zuhause zu bekommen. Auch andere Kleintiere sah sie eher als kleinen Snack an. Zu Menschen war sie aber sehr freundlich und aufgeschlossen, kaum war man in ihrem Zimmer, lag sie einem auf dem Schoß und schnarchte fröhlich vor sich hin. Ich beschloss, dass ich sie da raushole ... ich machte gerade eine Ausbildung als Hundetrainer bei Clarissa von Reinhardt, und hatte so einige Zeit, mit ihr und Mex zu üben. Es dauerte mehrere Wochen, bis sie sich an Mex gewöhnt hatte, und eines Tages beschlossen wir, dass wir sie das erste Mal wirklich zusammenlassen. Das war einfach süß! zweimal hat sie es auf "althergebrachte" Art versucht, stürmte auf Mex los und pöbelte ihn an ... er drehte sich einfach um und ging weg. Beim dritten Anlauf war sie freundlicher, und er hat hat sie herangelassen. Sie war dann so glücklich und aufgedreht, dass er sich kaum noch gegen ihre Annäherungsversuche wehren konnte. Das sah zwar eher nach Hundekampf als nach freundlichem Umgang aus, aber von da an war das Eis gebrochen, und sie hat in den letzten Jahren viel gelernt, auch dass andere Hunde nicht wirklich eine Gefahr darstellen und dass man sich denen freundlich nähern kann. Mittlerweile kann sie nach wenigen Minuten selbst mit ganz kleinen und zarten Hunden Hunden umgehen, aber sie ist rassetypisch immer noch ein echter Grobmotoriker. Feingefühl gibt es bei ihr nur selten 8-)


Lara

Zum Jahreswechsel 2012/13 kam dann noch Lara dazu. Sie kam von einem östereichischen Tierschutzverband, der Hunde aus Serbien gerettet hatte. Lara ist eine ganz süße Maus, fast so groß wie Mex, aber viel zarter. Sie sieht aus wie eine Mischung aus Schäferhund und Windhund. Lara ist Anfang 2012 geboren, und will eigentlich immer nur spielen, und selbst wenn es mal wilder zugeht, Fenja kommt damit mittlerweile zurecht.

Allerdings hat Lara früher wohl nicht nur Gutes erlebt, sie hat bis heute diverse Angstprobleme, sie kommt zum Beispiel nur ins Haus, wenn sie es wirklich will. Ruft man sie oder will man sie sogar aus dem Garten holen, läuft sie erst einmal weg oder legt sich mit eingeklemmtem Schwanz auf den Rücken ... manchmal ist es gar nicht so klar, was jetzt wieder so schrecklich für sie war. Aber wir arbeiten dran 8-)


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